„Seht, ich mache alles neu“ – unter diesem Leitwort stand die Feier des Fronleichnams-Festes, das am Donnerstag (4. Juni) aufgrund der Wetterlage in der Pfarrkirche St. Mauritz begonnen und mit der Prozession zur Erpho-Kirche fortgeführt wurde. Nach dem Schlusssegen dort blieben die meisten der Mitfeiernden gerne noch beim Sommerfest rund um die Kirche.
Um das Thema Wandlung und Erneuerung drehte sich auch die Predigt von Pfarrer Rudi Gehrmann im voll besetzen Gotteshaus. Am Ist-Zustand der Welt, aber auch an dem der Kirche litten viele Menschen, nannte der Pfarrer Kriege und Krisen, aber auch immer größer werdende Räume und Strukturen in den Gemeinden. Dabei erinnerte er an den „Geburtstag“ der Pfarrei Sankt Mauritz, die an Fronleichnam 2013 durch Fusionen entstanden war – jetzt blicke man bereits in den weiten pastoralen Raum bis Hiltrup und Handorf. „Wir stecken zwischen Bewahrung und Erneuerung“.
Der Pfarrer nannte Fronleichnam ein Fest der Verwandlung, bei dem sich Himmel und Erde berührten: Dort die Verheißung der Erneuerung am Ende der Zeiten, hier der Auftrag für jede und jeden, bereits jetzt daran mitzuwirken, die Welt ein Stückchen besser zu machen. In der parallel angebotenen Kinderkirche mit Katja Poppenberg und Bernadette Alfert wurde zum Thema „Jesus als Brot des Lebens“ gebastelt und erzählt.
Die folgende Prozession endete mit dem sakramentalen Segen in der Erpho-Kirche, ehe sich Große und Kleine begeistert zu den verschiedenen Angeboten begaben, die die Pipho-Jugend organisiert hatte: Hüpfburg und Bierwagen, Verlosung und Bratwurst, Flohmarkt und Cafeteria im Kindergarten oder Führungen durch die aktuelle Ausstellung von Picasso-Grafiken im Kirchenraum. Vor allem aber bleib viel Zeit für Begegnung, Wiedersehen und Gespräche – eine Mischung, die sich bewährt hat.
Text: Heike Hänscheid
Fotos: B. Alfert (2), H. Hänscheid





