Patronatsfest in St. Margareta: Gemeinsam aufbrechen und neue Wege gehen
Mit einem festlichen Gottesdienst und anschließendem Brunch feierte die Gemeinde am Kirchort Margareta ihr Patronatsfest. Zugleich wurde der neu gestaltete Saal des Pfarrheims, der künftig als Gottesdienstraum genutzt wird, im Rahmen der Feier seine Segnung. Zu Gast war dabei Bischof Valan Arasuaus dem indischen Partnerbistum Jabalpur. Als Gast des Basisgesundheitsdienstes
In seiner Einführung griff Pastor Gehrmann die Lesung von Abraham auf, der auf seinem Weg immer wieder zu neuen Orten aufbricht und dort Altäre errichtet. Darin sah er eine Parallele zur Situation der Gemeinde, die nach dem Abschied von der bisherigen Kirche jetzt einen anderen Gottesdienstraum nutzen muss. Sein Dank galt dem Kirchenvorstand für die finanzielle Unterstützung sowie den vielen Ehrenamtlichen, die bei Planung, Umbau und Gestaltung aktiv waren.
Eine besondere Bedeutung kommt dem Kreuz im Pfarrheim zu: Das Corpus stammt aus Indien und war bereits zur Eröffnung des Pfarrheims in den 1980er-Jahren als Geschenk überreicht worden. Jetzt ist es das Gottesdienstkreuz der Gemeinde und damit ein besonders sichtbares Zeichen der langjährigen Partnerschaft nach Jabalpur.
Bei der Segnung der Räume erinnerte Pastor Gehrmann daran, dass letztlich nicht Gebäude, sondern die Menschen gesegnet werden. Mit einem Augenzwinkern bemerkte er, dass einige Tropfen Weihwasser auf die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher daher durchaus willkommen seien.
In seiner Predigt nahm Bischof ValanBezug auf das Sonntagsevangelium und dankte der Gemeinde von St. Margareta sowie dem Basisgesundheitsdienst für die langjährige Unterstützung der Menschen in seinem Heimatbistum. Zugleich versicherte er, dass die Gläubigen in Jabalpur die Gemeinde in Münster regelmäßig in ihre Gebete einschließen. Als Vorbilder für ein vertrauensvolles Leben mit Gott nannte er unter anderem David und Paulus.
Für einen besonders bewegenden Moment sorgten die Fürbitten. Darin kamen persönliche Erinnerungen an die Margaretakirche ebenso zur Sprache wie Hoffnungen und Wünsche für die Zukunft des Kirchortes. So verbanden sich Dankbarkeit für das Gewesene und Zuversicht für den weiteren Weg der Gemeinde.
Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Projektchor gestaltet, der mit seinen Liedern zur festlichen Atmosphäre beitrug. Beim anschließenden Brunch nutzten viele Gemeindemitglieder die Gelegenheit zum Austausch und zu Gesprächen. Das Patronatsfest zeigte eindrucksvoll, dass kirchliches Leben nicht an Gebäude gebunden ist, sondern von den Menschen lebt, die ihren Glauben gemeinsam gestalten.



Immer donnerstags beten Menschen in verschiedenen Ländern «Schritt für Schritt». 
