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Von der ansteckenden Flamme der Liebe

Ein festlicher Gottesdienst auf der sonnigen Wiese vor dem Pfarrheim im Schatten des eingerüsteten Kirchturms - und die Gemeinde durfte nach langen Monaten endlich wieder singen: Der Sonntagmorgen (13. Juni) stand ganz im Zeichen der herzlichen Freude über das Patronatsfest der Herz-Jesu-Kirche.

Gut 100 Besucherinnen und Besucher feierten mit Pfarrer Rudolf Gehrmann und dem ehemaligen Pfarrer Martin Sinnhuber diese Messe, in der das "Herz" eine wichtige Rolle spielte. Nicht allein die Kinder gestalteten jeweils eines während der Kinderkirche. Auch in der Predigt bezog sich Pfarrer Gehrmann auf das offene Herz des Erlösers: "Welche Anziehungskraft muss dieser Mensch gehabt haben, welche Herzlichkeit hat er den Leidenden und Traurigen seiner Zeit entgegengebracht?", so fragte er. Statt des heute so oft zu hörenden "Steck mich nicht an!", wenn es um ein möglicherweise tödliches Virus gehe, hätten Christen sogar den Wunsch nach einer "Ansteckung mit der Flamme der Liebe", die von Jesus ausgegangen sei. Diese Idee stecke auch heute noch hinter der Verehrung des Herzens Jesu, auch wenn die alten Formen und Bilder dafür nicht mehr gut verständlich seien.

Mit der hübschen Idee einer kleinen "Wegzehrung" - einem (natürlich!) mit Herzen verzierten Beutelchen mit einem Getränk und Süßem für die Kinder - endete der Festgottesdienst, der musikalisch auch von Stiftstrompeter Thomas Stählker begleitet wurde. Der anschließende traditionelle Gemeindetreff entfiel zwar noch einmal, aber die Zuversicht auf mehr Normalität war spürbar.

Text und Fotos: Heike Hänscheid